Cordyceps sinensis bietet ein reichhaltiges Angebot an Aminosäuren

Der Schlauchpilz Cordyceps sinensis ist reich an wertvollen sekundären Inhaltsstoffen. Es handelt sich um Substanzen, die nicht an ihrem Nährwert in Form von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten bewertet werden, sondern an ihrer Relevanz für den menschlichen Stoffwechsel. Angesichts der vielfältigen sekundären Inhaltsstoffe, die Cordyceps in seinem Portfolio führt, ist es schwierig, im Sinne einer streng analytischen Vorgehensweise die Wirkungen aller Einzelkomponenten isoliert zu beschreiben. Das Besondere an den Inhaltsstoffen der Vitalpilze und auch des Schlauchpilzes Cordyceps besteht nicht nur in den Einzelwirkungen einzelner Komponenten im menschlichen Organismus, sondern vielmehr im synergetischen Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Im Gegensatz zu Medikamenten, die meist nur über einen oder über maximal einige wenige Wirkstoffe verfügen, bieten Vitalpilze gleich ein ganzes Bündel ähnlicher Wirkstoffe und beispielsweise auch Begleitstoffe wie Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente, die z. B. für die Synthese bestimmter Enzyme und für Körpergewebe benötigt werden. Eine Sonderstellung nehmen dabei Aminosäuren ein, die die Bausteine aller Proteine bilden.

Von mehreren hundert Aminosäuren, die bisher bekannt sind, sind nur 21 relevant für den menschlichen Proteinstoffwechsel. Sie werden proteinogene Aminosäuren genannt. Von den 21 proteinogenen Aminosäuren sind acht Aminosäuren essentiell. Das bedeutet, dass der menschliche Stoffwechsel auf die Zufuhr dieser Aminosäuren mit der Nahrung angewiesen ist. Die übrigen Aminosäuren, die der Körper für die Aufrechterhaltung des eigenen Stoffwechsels benötigt, kann er aus bestimmten Grundsubstanzen selbst herstellen. Um in den Genuss einer proteinogenen Aminosäure zu kommen, müssen Proteine aufgenommen werden, die essentielle Aminosäuren enthalten. Das bedeutet, dass die Proteine durch Enzyme katalytisch aufgespalten und die entsprechenden Aminosäuren "herausgefischt" werden, um sie für die Biosynthese oder für andere Aufgaben nutzbar zu machen. Proteine bestehen aus einer Aneinanderreihung von Aminosäuren über die spezifische Peptidbindung, die jeweils zwischen der Carboxygruppe (-COOH) der einen und der Aminogruppe (-NH2) der anderen Aminosäure unter Abspaltung eines Wassermoleküls (H2O) gebildet wird. Bei einer Aneinanderreihung von weniger als etwa 100 gleicher oder mehrerer verschiedener Aminosäuren spricht man von Polypeptiden. Erst, wenn mehr als 100 Aminosäuren aneinandergekettet sind, handelt es sich um Proteine.

Aminosäuren aus Cordyceps bilden die Voraussetzung für die Synthese von Enzymen

Cordyceps ist bekannt als Lieferant wichtiger Aminosäuren wie Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Arginin und vieler anderer. Einige der in Cordyceps enthaltenen Aminosäuren sind essentiell, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Die über den Verzehr aufgenommenen Aminosäuren werden hauptsächlich im Dünndarm so durch Enzyme aufbereitet, dass sie direkt über die Darmschleimhaut resorbiert werden können. Die sonst notwendige Aufspaltung von Proteinen entfällt zum Teil, weil einige der Aminosäuren als freie Aminosäuren ohne Proteinbindung vorhanden sind.

Der Körperstoffwechsel ist in der Lage, die Aminosäuren zu funktionellen Proteinen weiter zu verarbeiten, zu Enzymen und zu Transportsubstanzen, die in der Lage sind, die für sie passenden Substanzen zu transportieren. Das kann z. B. innerhalb des Blutserums sein. Enzyme werden benötigt, um Stoffwechselschritte, die dem Auf- oder Abbau von Körpersubstanzen dienen.

Aminosäuren aus Cordyceps bilden die Voraussetzung für die Synthese von Körpergewebe

Die von Cordyceps gelieferten Aminosäuren, die nicht für die Synthese von Enzymen oder Transportproteinen verwendet werden, dienen in der Regel dem Aufbau bestimmter Proteine, aus denen Körpergewebe gebildet wird. Das können sehr verschiedenartige Substanzen sein wie z. B. Gerüstproteine, aus denen Sehnen, Bänder und andere reißfeste Gewebe gebildet werden oder auch flüssige Sekrete. Eine besondere Funktion übernehmen kontraktile Proteine, die den Muskeln die Fähigkeit zur Kontraktionen verleihen.