Cordycepin in Cordyceps und anderen Vitalpilzen

Der Wert eines Vitalpilzes für den menschlichen Stoffwechsel bemisst sich an seinen sekundären Inhaltstoffen, auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt. Es handelt sich dabei um anorganische Mineralstoffe, Spurenelemente und natürlich vorkommende organische Verbindungen. Sie dienen nicht nur unserem Körper als Grundstoffe zum Aufbau von Proteinen, Enzymen und anderen Körpersubstanzen, sondern stimulieren und modulieren auch unser Immunsystem. Sie stärken es, und die sekundären Pflanzenstoffe einiger Vitalpilze sind sogar in der Lage, das Immunsystem quasi neu zu justieren. Allergische Überreaktionen und Autoimmunreaktionen des Immunsystems können eingedämmt werden. Cordycepin, dessen Name sich von dem außergewöhnlichen Vitalpilz Cordyceps sinensis ableitet, ist ein Nukleosid, das in der begleitenden Krebs- und Schmerztherapie Verwendung findet.

Cordycepin – seine Bedeutung liegt im Verbund mit anderen Inhaltsstoffen

Im Gegensatz zu Medikamenten, die meist nur über einen einzigen oder einige wenige Wirkstoffe verfügen, liegt der besondere Wert der Vitalpilze in der Bereithaltung einer ganzen Palette von anorganischen Mineralstoffen und Spurenelementen sowie einfacher bis sehr komplexer organischer Naturstoffe. Der besondere Vorteil liegt darin, dass Sie ihre größte Wirksamkeit durch Synergieeffekte im Verbund aller vorhandenen bioaktiven Substanzen erzielen. Das liegt daran, dass bei vielen Stoffwechselvorgängen neben der katalytisch wirksamen Substanz meist noch andere Stoffe wie Spurenelemente, Mineralstoffe oder Aminosäuren benötigt werden, die vom Vitalpilz gleich mitgeliefert werden.

Ein wichtiges Beispiel liefert der Cordyceps sinensis, ein besonderer Schlauchpilz, der im Hochland von Tibet beheimatet ist und sich von der Puppe einer bestimmten Raupenart ernährt. Der Pilz, auch als chinesischer Raupenpilz bekannt, ist reich an stoffwechselwirksamen sekundären Pflanzenstoffen. Besondere Erwähnung verdient das sogenannte Cordycepin, ein Nukleosid, das mit dem Desoxyadenosin eng verwandt ist.

Cordycepin – seine spezifische Wirksamkeit

Auch die Wirkung von Cordycepin, einem der wichtigsten Inhaltsstoffe des chinesischen Raupenpilzes, ist besonders günstig im Verbund mit den anderen sekundären Pflanzenstoffen, die Cordyceps in seinem Portfolio führt. Als spezifische Wirkung kann die antibakterielle Wirkung des Cordycepin genannt werden. Anders als bei der Nutzung von Antibiotika, besteht bei Verzehr des Cordycepin keinerlei Gefahr einer bakteriellen Resistenzbildung. Auch die unerwünschte Schädigung lebensnotwendiger Bakterien wie Bifidobakterien und Laktobazillen, die als unerwünschte Nebenwirkung bei der Anwendung von Antibiotika auftritt, konnte nach dem Verzehr von Cordycepin nicht beobachtet werden. Darüber hinaus kommt Cordycepin vielfach in der begleitenden Krebstherapie zum Einsatz, um eine mögliche Metastasierung zu hemmen und um die Nebenwirkungen der Chemotherapie möglichst gering zu halten.