Glykoproteine – multifunktionale Inhaltsstoffe in Cordyceps sinensis

Die stoffwechselrelevante Bedeutung von Vitalpilzen wird nicht an ihren Nährstoffen in Form von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten gemessen, sondern an ihrem Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Das können sowohl anorganische Mineralstoffe und Spurenelemente sein wie auch komplexer aufgebaute organische Substanzen und Verbindungen wie Aminosäuren, Enzyme, Vitamine, Polysaccharide, Glykoproteine und andere Substanzen. Ihnen allen ist zu eigen, dass sie besondere Stoffwechselrelevanz hinsichtlich Gesundheitsförderung zeigen. Das Besondere daran ist, dass weniger die spezifischen Einzelwirkungen einzelner Bestandteile im Vordergrund stehen, sondern vielmehr ihre synergetische Wirkung im Zusammenspiel mehrerer oder aller Inhaltsstoffe. Der Raupenpilz Cordyceps sinensis, der aus dem Hochland von Tibet stammt, nimmt als Lieferant spezifischer sekundärer Inhaltsstoffe mit gesundheitlicher Relevanz eine besonders positive Stellung ein – unter anderem als Lieferant zahlreicher Glykoproteine.

Glykoproteine in Cordyceps sinensis – übergeordnete und multifunktionale Wirkungen

Die Stoffklasse der Glykoproteine umfasst eine nahezu unüberschaubare Vielfalt von Substanzen. Sie setzen sich aus Proteinen mit angegliederten Zuckerresten zusammen und sind von besonderer Stoffwechselrelevanz. Sie können als Strukturproteine für die Festigkeit von Zellmembranen sorgen, aber beispielsweise auch als Gleitmittel in Schleim dienen. Ebenso bestehen verschiedene Hormone wie das Thyreotropin aus Glykoproteinen. Für das Immunsystem haben Glykoproteine ebenfalls hohe Relevanz in Form von Interferonen und Immunglobulinen sowie als Rezeptoren, die von Lymphozyten des Immunsystems erkannt werden können.

Glykoproteine in Cordyceps sinensis – Müllabfuhr des Stoffwechsels

Spezifische Glykoproteine, die mehrere Funktionen in Zellmembranen übernehmen, sind auch maßgeblich für die Funktionsweise bestimmter Zellorganellen verantwortlich. Es handelt sich dabei um Vesikel, die in der Lage sind, Abbauprodukte der Zellen oder von außen zugeführte Fremdstoffe, die vorher in kleine Einheiten zerlegt wurden, zu umschließen und aus der Zelle hinaus zu schleusen. Glykoproteine, die im Raupenpilz Cordyceps in reichlichem Maß vorhanden sind, sorgen daher dafür, dass schädliche Substanzen und körpereigene Abbauprodukte (Schlacken) aus den Zellen hinaus und über das Lymphsystem und über Leber und Nieren letztendlich aus dem Körper hinausbefördert werden.