Shiitake bei Cholesterinproblemen

Der Vitalpilz Shiitake ist einer der begehrtesten und wertvollsten Vital- und Heilpilze mit sehr breitem Gesundheitsspektrum. Darüber hinaus ist der Pilz, dessen Fruchtkörper auf weißlichen Stielen kleine Hüte mit bräunlicher Farbe und leicht schuppiger Oberfläche ausbildet, äußerst wohlschmeckend. In der ostasiatischen Naturmedizin und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat Shiitake einen festen Platz gegen eine fast unüberschaubare Liste von Beschwerden, für die der Pilz empfohlen wird. In Japan und den USA ist Shiitake offiziell als Krebsmittel zugelassen.

Bestimmte Inhaltsstoffe nehmen auch Einfluss auf den Cholesterinhaushalt und können Problemen in dem Bereich entgegenwirken.

Wegen der steigenden Nachfrage wird Shiitake in vielen Ländern in großem Stil kultiviert. Quellen belegen, dass der Vitalpilz bereits vor etwa 1000 Jahren Ostasien kultiviert wurde.

Was sind Cholesterinprobleme?

Cholesterin ist ein lebensnotwendiger Stoff, der im Organismus hauptsächlich Bestandteil der Zellmembranen, der Gefäßwände, der Myelinscheiden der Nerven und der von den Nerven gebildeten Synapsen ist. Die Cholesterine bewirken eine Festigung der Membranen und Myelinscheiden und nehmen wichtige Funktionen im Transport von Botenstoffen wahr. Darüber hinaus bilden sie die Vorstufen für eine Vielzahl von Steroidhormonen, unter anderem auch der Geschlechtshormone. Cholesterine sorgen mithilfe von Lipoproteinen dafür, dass Botenstoffe durch die Membranen der Zellen in beiden Richtungen hindurch diffundieren können.

Das Gesamtaufkommen des im Blutserum freien Cholesterins lässt sich in einen LDL-Anteil und einen HDL-Anteil aufteilen. Dem LDL-Anteil (low densitiy lipoprotein) obliegt der Transport des in der Leber gebildeten Cholesterins zu ihren „Einsatzorten“, während der HDL-Anteil (high density lipotrotein) den Transport des „verbrauchten“ Cholesterins zur Leber übernimmt. Die Leber verarbeitet die Stoffe weiter zu Gallenflüssigkeit und der geringere Teil wird sozusagen recycelt und kann vom LDL-Cholesterin wieder zurück transportiert werden.

Seit Jahrzehnten hatte sich die Annahme gefestigt, dass ein zu hoher Cholesterinspiegel gesundheitlich bedenklich sei und unter anderem zu sklerotischen Veränderungen in den Gefäßen führe. Besonders der LDL-Anteil wurde als „böses“ Cholesterin bezeichnet, während der HDL-Anteil als das „gute“ Cholesterin galt. Seit einigen Jahren rütteln die Ergebnisse vieler wissenschaftlicher Studien am Wahrheitsgehalt dieser sehr einfachen Sichtweise. Der LDL-Anteil des Cholesterins wird neuerdings mit kognitiven und anderen Gehirnleistungen in Zusammenhang gebracht. Studien haben belegt, dass eine einseitige Senkung des LDL-Cholesterins zu verminderten Lernleistungen bis hin zu totalem Gedächtnisverlust führen kann.

Unbestritten bleibt allerdings, dass sich das Verhältnis zwischen dem LDL- und dem HDL-Anteil innerhalb bestimmter Grenzen bewegen sollte. Das Verhältnis der beiden Fraktionen wird durch den Quotienten aus der LDL- und der HDL-Fraktion ausgedrückt. Der Quotient sollte nicht wesentlich über 3 liegen, das heißt, dass ein LDL-Anteil von 180 mg/dl mit einem HDL-Anteil von mindestens 60 mg/dl korrespondieren sollte.

Was zeichnet Vitalpilze aus?

Die ernährungsphysiologische Bedeutung von Nahrungsmitteln wird normalerweise nach ihrem Gehalt an Kohlenhydraten, an Menge und Art des Fettes sowie an den enthaltenen Proteinen (Eiweiß) bemessen, allenfalls interessiert noch der Gehalt an unverdaulichen Ballaststoffen. Im Gegensatz dazu bemisst sich der „Wert“ der Vital- oder Heilpilze vor allem an Inhaltsstoffen, die für den Stoffwechsel von Relevanz sind.

Synthetisch erzeugte Medikamente enthalten meist nur einen oder noch wenige weitere Wirkstoffe und zielen direkt auf einen bestimmten Prozess im Körper ab. Vitalpilze hingegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine breite Palette an Inhaltsstoffen enthalten, die generell eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten, falls sich einer der Stoffe im Körper im Mangel befindet. Zusätzlich enthalten Vitalpilze bioaktive Stoffe mit spezifischer Wirkung auf Stoffwechselvorgänge im Körper, allerdings immer unter Einbezug des körpereigenen Immunsystems. Vitalpilze leisten Hilfe zur Selbsthilfe.

Als besonders wertvoll gelten Inhaltsstoffe, die das Immunsystem stärken und modulieren. Eine Stärkung des Immunsystems wird meist durch eine Aktivierung der T-Zellen, dem Grundgerüst der körpereigenen Abwehr, erreicht. Eine Modulierung des Immunsystems entspricht einer Art Neujustierung, um allergische Überreaktionen und Autoimmunreaktionen der körpereigenen Abwehr einzudämmen, bei denen körpereigenes Gewebe als fremd erkannt und damit bekämpft wird. Eine weitere Möglichkeit zur Modulierung und Stärkung besteht darin, die körpereigene Abwehr auf eine noch bessere „Früherkennung“ und Bekämpfung entarteter Körperzellen (Tumorzellen) oder mit Viren infizierter Zellen zu programmieren. Das ist besonders wichtig bei bestimmten Tumorarten zur Vorbeugung gegen eine Metastasenbildung.

Vitalpilze zeichnen sich dadurch aus, dass ihre vielfältigen Inhaltsstoffe als eine Art Angebot verstanden werden kann, aus dem sich der Körper das herausnimmt, was er in der Situation benötigt, um wieder zu gesunden oder um Krankheiten optimal vorzubeugen. Die nicht benötigten Stoffe können vom Körper problemlos und nebenwirkungsfrei wieder ausgeschieden werden.

Vitalpilze werden getrocknet, als Pulver oder als Extrakt in Form von Kapseln, Tabletten oder Tinkturen angeboten, wobei auch zertifizierte Bioqualitäten im Handel zu finden sind. Die angebotenen Produkte entstammen ausschließlich kommerziellem Anbau.

Welche Wirkungen hat Shiitake im menschlichen Stoffwechsel?

Shiitake hält als einer der wertvollsten Vitalpilze ein breites Angebot an Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren, Vitaminen – auch aus dem Vitamin B-Komplex - bereit, sowie Enzyme und spezifisch wirksame sekundäre Pflanzenstoffe. Neben seiner gesundheitsfördernden Breitenwirkung ist der Pilz in der Lage, das menschliche Immunsystem zu stärken und zu modulieren. Es sind vor allem bestimmte Beta-Glucane wie das Lentinan, das für die Wirksamkeit in der Immunmodulation sorgt. Shiitake wird daher eingesetzt, um allergische Reaktionen und auch Autoimmunerkrankungen zu dämpfen oder gar zu heilen.

Die in Shiitake enthaltene Nukleinsäure Eritadenin greift zusammen mit anderen Neukleinsäuren auch in den Fettstoffwechsel ein.

Wie kann Shiitake bei Cholesterinproblemen helfen?

Nachdem für die bisherige Annahme, dass es sich bei den LDL-Cholesterinen um die „bösen“ und bei den HDL-Cholesterinen um die „guten“ Cholesterine handelt, keine wissenschaftlich haltbaren Belege gefunden wurden, sind Zweifel an der bisherigen Annahme angebracht. Da die Menge des freien Cholesterins im Blutserum nur geringfügig durch die Nahrung beeinflusst werden kann, liegt die Vermutung nahe, dass der Körper den Cholesterinspiegel normalerweise dem Bedarf anpasst. Das bedeutet, dass auch bei hohen Cholesterinkonzentrationen nicht unbedingt eine drastische Absenkung empfohlen werden kann. Nach wie vor bleibt jedoch die Annahme erhalten, dass die beiden Fraktionen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen sollten. Der Quotient aus dem LDL-Anteil und dem HDL-Anteil sollte möglichst nicht über 3 steigen.

Einfluss auf den Cholesterinhaushalt nehmen die in Shiitake enthaltenen Nukleinsäuren. Namentlich ist vor allem das Eritadenin, auch Lentinacin genannt, zu erwähnen. Der Verzehr des Pilzes oder seiner Extrakte fördert hauptsächlich den Abbau und das Ausscheiden der LDL-Cholesterine, so dass sich die Gesamtkonzentration im Blutserum leicht senkt, dass aber der HDL-Anteil fast stabil bleibt, so dass es zu einer Verschiebung der Anteile zugunsten der HDL-Fraktion kommt.

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