Polyporus für Haut und Haar

Der physiologische Wert von Speisepilzen und anderen Nahrungsmitteln wird in erster Linie an ihrem Gehalt an den Makronährstoffen Kohlenhydrate, Eiweiß (Protein) und Fett gemessen. Im Gegensatz dazu spielen Makronährstoffe bei der Beurteilung von Vitalpilzen keine Rolle. Hier geht es um den gesundheits- und stoffwechselrelevanten Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen. Zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen einfache bis sehr komplexe organische Verbindungen, die nach Verzehr Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel nehmen können.

Viele physiologische-biochemischen Wirkungen bestimmter Inhaltsstoffe sind zwar mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen, aber nicht alle sind vollständig erforscht und verstanden.

Vitalpilze zeichnen sich dadurch aus, dass sie über ein reichhaltiges Angebot an Mikronährstoffen verfügen, das in vielen Bereichen gesundheitsfördernd eingreifen kann, nämlich überall dort, wo im Körper ein Mangel an einem oder mehreren der angebotenen Stoffe besteht. Das heißt, dass der Vitalpilz eine Palette von Stoffen bereit hält, aus denen der Körper die auswählt, die er benötigt. Die nicht benötigten Mikronährstoffe werden nebenwirkungsfrei ausgeschieden.

Der zusätzliche, außerordentliche, Wert von Vitalpilzen besteht allerdings in seinem Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, die an spezifischen Stellen im Stoffwechsel – vor allem am Immunsystem – angreifen. Es handelt sich in der Regel um bioaktive Polyphenole, Polysaccharide, Beta-Glucane und Terpene, die das Immunsystem stärken, aktivieren und modulieren können. Eine Stärkung des Immunsystems besteht z. B. in der Aktivierung der T-Lymphozyten, dem Grundgerüst der körpereigenen Abwehr. Bestimmte Vitalpilze können z. B. ein Immunsystem, das in Form allergischer Reaktionen überreagiert, „einbremsen“ durch Hemmung der überschießenden Histaminausschüttung. Bei Autoimmunreaktionen, die sich gegen körpereigenes Gewebe richten, können bestimmte Vitalpilze helfen, das Immunsystem neu zu justieren.

Der große Unterschied in der Wirkung zwischen Vitalpilzen und synthetisch hergestellten Medikamenten liegt darin, dass Medikamente meist nur einen Wirkstoff haben, der an einer bestimmten Stelle im Stoffwechsel angreift, weitestgehend ohne Berücksichtigung der Auswirkungen an anderer Stelle des Stoffwechsels, also unter Inkaufnahme etwaiger schädlicher Nebenwirkungen. Im Gegensatz dazu halten Vitalpilze eine fast unübersehbare Vielfalt an stoffwechselrelevanten Substanzen bereit, die fast ausnahmslos über eine Instandsetzung und Stärkung des Immunsystems funktioniert. Vitalpilze bieten dem Körper Hilfe zur Selbsthilfe an. Das gilt auch bei der begleitenden Krebstherapie und bei der Vorbeugung gegen Metastasierung. Das Immunsystem wird in die Lage versetzt, entartete Zellen schneller und sicherer zu erkennen und unschädlich zu machen.

Polyporus - was ist das für ein Vitalpilz?

Polyporus umbellatus – wie sein vollständiger lateinischer Name lautet – wird bei uns als Eichhase oder ästiger Büschelporling bezeichnet. Er wächst bevorzugt am Fuß von Laubbäumen und gehört zur Familie der Stielporlingsverwandten. Er kommt auf der gesamten nördlichen Hemisphäre vor, etwa ab Mittelmeerraum und weiter nördlich. Der Pilz bildet einen großen, bis zu 50 cm breiten, Fruchtkörper, der sich nach oben stark verzweigt. Jede Verzweigung trägt einen kleinen, leicht trichterförmigen Hut mit hellbrauner bis dunkelbrauner Oberfläche. Der Fruchtkörper wächst aus dem Sklerotium heraus, einer direkt unter der Erde befindlichen schrumpelig-knorrig anmutenden Verdickung.

Polyporus hält eine breite Grundausstattung an wichtigen, gesundheitsrelevanten Mineralien und Spurenelementen bereit wie Eisen, Kupfer, Mangan und Zink. Darüber hinaus enthält der Pilz ein breites Spektrum an bioaktiven und teilweise spezifisch wirksamen sekundären Pflanzenstoffen. Besonders hervorzuheben sind Aminosäuren, Vitamin A und Vitamine aus dem Vitamin-B-Komplex. Dazu kommen Ergosterol, eine Vorstufe zum Vitamin D, Polysterole, Beta-D-Glucane und viele weitere komplexe biochemische Verbindungen.

In der Traditionellen Chinesichen Medizin (TCM) hat Polyporus seit jeher seinen festen Platz als natürliches Antibiotikum, als Desinfektions- und Wundheilmittel für die Haut, als Mittel gegen Haarausfall und als Diuretikum. Interessanterweise führte die bekannte Eismumie „Ötzi“ einen Birkenporling und einen Zunderschwamm mit sich, die beide mit dem Polyporling eng verwandt sind. Offensichtlich war die desinfizierende, wundheilende und blutstillende Wirkung des Pilzes auch in Mitteleuropa bereits vor mehr als 5.000 Jahren bekannt.

Polyporus wird wegen der starken Nachfrage als Vital- und Heilpilz in vielen Ländern Asiens, Europas und in den USA in großem Stil kultiviert. Der Anbau erfolgt dabei in Gewächshäusern unter Wahrung strengster Hygienekriterien, um Bakterieninfektionen und Schimmelpilzbefall zu vermeiden. In den Handel gelangt der Pilz getrocknet, als Pulver oder auch als Extrakt in Form von Kapseln und Tinkturen.

Wie wirkt Polyporus bei Hautproblemen?

Hautprobleme können vielfältiger Art sein. Es kann sich um lokal auftretende Entzündungen oder Infektionen handeln oder um Hautveränderungen, die durch eine andere Primärerkrankung verursacht werden. Lokal auftretende Hautprobleme können in der Regel auch lokal behandelt werden, wodurch Symptome und Ursachen gleichermaßen bekämpft werden. Falls Hautprobleme durch andere Störungen oder Krankheiten verursacht werden, empfiehlt es sich, die Krankheiten selbst zu behandeln, um nicht nur Symptombehandlung durchzuführen.

Es sind spezielle Triterpene, die im Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen des Polyporus für eine Hemmung der überschießenden Histaminausschüttung sorgen, wenn das Immunsystem auf bestimmte Allergene überreagiert und zu Hautreaktionen führt. Das überreagierende Immunsystem wird neu moduliert und bestenfalls verschwinden die allergischen Reaktionen gänzlich oder schwächen sich zumindest ab. Eine spezifische Wirksamkeit entfalten auch Beta-D-Glucane, die der Vitalpilz enthält. Sie fördern die Aktivierung der T-Zellen des Immunsystems, so dass entartete Körperzellen schneller und sicherer von der körpereigenen Abwehr erkannt und bekämpft werden können. Im Falle eines gefährlichen und aggressiven Hauttumors kann Polyporus zur begleitenden Krebstherapie zur Linderung der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie eingesetzt werden und zur Vorbeugung gegen eine Metastasierung des Tumors.

Insgesamt sorgt eine Vielzahl biochemisch ablaufender Stoffwechselprozesse längerfristig für eine Entgiftung des Körpers und der Leber und für eine Entlastung der Haut, so dass sich nach einiger Zeit ein gesundes Hautbild einstellt. Auch bei lokal auftretenden Hautproblemen durch infizierte und schwer heilende Wunden können die antibakteriellen, antiviralen und antimykotischen Wirkungen des Polyporus bei lokaler Anwendung zu einer Behebung des Problems führen.

Wie wirkt Polyporus bei Haarproblemen?

Es sind nicht nur die Spurenelemente Zink und Kupfer, die generell eine positive Wirkung auf das Haarwachstum ausüben, es sind auch die speziell wirksamen Polyporusterone A und B und noch weitere Inhaltstoffe des Polyporus, die zum Schutz überempfindlicher Haarfollikel beitragen und eine verlängerte Wachstumsphase der einzelnen Haare bewirken. Dieser Effekt wird besonders deutlich bei stressbedingter Verstärkung des hormonell verursachten androgenetischen Haarausfalls beim Mann, aber auch bei Frauen, die Haarprobleme nach der Menopause oder durch die langjährige Einnahme der Pille bekommen. Der biochemische Mechanismus der positiven Wirkung auf das Haarwachstum ist noch nicht hinreichend erforscht und verstanden. Sehr wahrscheinlich spielen auch die antioxidativen Eigenschaften der enthaltenen Triterpene und Beta-D-Glucane eine wichtige Rolle.

Ein sogenannter diffuser Haarausfall beruht meist auf dem Mangel an einem oder mehreren Spurenelementen oder Mikronährstoffen. Hier bietet Polyporus meist eine gute Hilfe, weil der Körper aus der Fülle der angebotenen Substanzen die aussuchen kann, bei denen ein Mangel besteht.

Polyporus bekommt man in den meisten Apotheken und Drogerien sowie im Internet. Eine Liste von zuverlässigen Anbietern von qualitativ hochwertigen Vitalpilzen finden Sie auf der Seite Bezugsquellen für Vitalpilze.